Ich wachte auf.
Atemlos. Schweißnass. Auf dem Bauch liegend, als hätte mich etwas aus der Tiefe an die Oberfläche gestoßen. Meine rechte Hand lag zwischen meinen Beinen, und aus dieser Mitte stieg eine Hitze auf, die mir den Schlaf aus dem Körper trieb. Meine Brust spannte unter dem Shirt, die Nippel hart, empfindlich bei jeder kleinsten Bewegung.
Der Traum sickerte langsam in mein Bewusstsein. Tropfen für Tropfen.
Und mit ihm die Erkenntnis, die mich aufschrecken ließ: Ich hatte von meiner Therapeutin geträumt.
Ich riss die Augen auf und tastete mit noch feuchtwarmen Fingern nach dem Handy auf dem Nachttisch. 2:30 Uhr. Die Nacht war tief, mein Körper hellwach. Immer wieder tauchten Bilder auf – ihre langen braunen Haare, wie sie über meinen Bauch strichen. Hände, die meinen erhitzten Körper kannten, als gehörte er ihnen.
Ich war völlig durcheinander. Elektrisiert. Jede Zelle meiner Haut schien unter Spannung zu stehen. In meiner schlaftrunkenen Einbildung glaubte ich sogar, ihr Parfum zu riechen. Als hätte sie das Bett eben erst verlassen, leise, ohne Abschied.
Es war nicht der erste Traum dieser Art. Frauen waren mir im Schlaf schon oft begegnet. Doch sie waren gesichtslos gewesen, Projektionen, schöne Unbekannte. Diesmal war es anders. Diesmal hatte der Traum einen Namen bekommen. Ein Gesicht. Eine Stimme.
Sofort meldete sich das schlechte Gewissen.
Was würde sie denken, wenn sie wüsste, dass ich…
Ich brachte den Gedanken nicht zu Ende. Scham kroch mir die Kehle hinauf, mitten in der Nacht, ohne Zeugen. Meine Lippen waren trocken. Ich trank hastig einen Schluck Wasser. Meine Hand zitterte.
Ich legte mich steif auf den Rücken und starrte in die Dunkelheit. Im rechten Winkel des Fensters lag fahler Mondschein. Von draußen drang der Hafen zu mir herauf, dieses unermüdliche Atmen der Stadt. Ich hatte mich schnell an diese Geräusche gewöhnt. Sie waren mir vertraut geworden, hatten mich sonst sanft zurück in den Schlaf getragen.
Diesmal nicht.
Mein Körper stand noch immer unter Strom. In meiner Mitte pochte es, fordernd, unüberhörbar. Bilder aus dem Traum flimmerten hinter meinen geschlossenen Augenlidern, als hätten sie beschlossen zu bleiben.
Trotz aller Scham glitten meine Finger zurück zwischen meine erhitzten Schenkel. Drückten sich gegen das feuchte Höschen, suchend, verzweifelt. Meine andere Hand schob das Shirt nach oben, fand meine Brust, rieb über die harten Spitzen, zog leicht daran.
So sehr ich sie aus meinen Gedanken verbannen wollte –
es gelang mir nicht.
